Selbstbestimmtes Arbeiten als Solopreneur

 In Alle, Aus dem Alltag, Selbstständigkeit, Tipps, Uncategorized

Heute möchte ich über Selbst- und Ständig reden.

Um ehrlich zu sein mag ich dieses Wort Spiel nicht. Es hat für mich einen veralteten Beigeschmack. Für mich schwingt da mit: Nur wer andauernd en Pointe da ist, abliefert, der kriegt das Bienchen, der ist angesehen, der macht’s richtig.

BULLSHIT, wie ich finde und somit möchte ich auch noch mal das Thema aus meiner Sicht beleuchten. Zu diesem Thema hab ich mich diese Woche mit Charleen Dröse von Frei im Format aka @rocketpennie ausgetauscht. Sie erlebte in dieser Woche Reaktionen von Kollegen, die sie sehr nachdenklich stimmten. Sie griff das Thema „Selbstbestimmtes Arbeiten“ nochmals in ihrer Story auf Instagram auf. Es ging darum ob sie arbeiten solle, weil es ihr nicht so gut ging, und sie ließ die Fanbase via Umfrage in ihrer Story abstimmen – arbeiten, oder nicht arbeiten? Das Ergebnis war überraschend – stimmten doch über 40% mit „gehe Arbeiten“. Obwohl sie erzählte, ihr würde es nicht gut gehen.

Und da haben wir es und ich fand es einer Unterhaltung Wert, teilte ihre Auffassung: Wieso sollte ich mich als frei gewählte Solopreneur, Einzelunternehmerin darauf einlassen? Was habe ich davon krank oder geschwächt arbeiten zu gehen?

 

Gründe für unsere Selbstständigkeit

Warum haben wir eigentlich gewählt selbstständig zu arbeiten? Haben wir doch unsere Gründe. Einer davon ist meines Erachtens, dass wir selbstbestimmt arbeiten können. Warum also so agieren, als wäre ich angestellt? Warum also verbiegen, wenn es mir nicht gut geht? Lieben wir nicht genau DASS an unserer Selbstständigkeit? Frei entscheiden zu können, wann und wo und wie lange ich arbeiten kann?

Gründe für eine Selbstständigkeit gibt es viele. Aber einer der besten Gründe selbstständig zu arbeiten, ist für mich, dass ich arbeiten kann wann und wie ich möchte. Wollten wir nicht alle dem Hamsterrad entfliehen, was meistens so schön durch 9 to 5 gekennzeichnet ist? Funktionieren von 9 Uhr bis 17 Uhr. Abliefern. Kein Chef der Welt reagiert amused wenn du um 14 Uhr sagst: „Also ich lege mich jetzt mal ne Stunde hin, hab grad ein echtes Tief“ oder: „Ach Chef, morgen komme ich erst um 12 Uhr. Ich fühle mich nicht so.“… Beispiele hierfür gäbe es genügend um einem Firmenoberhaupt die Kinnlade gen Boden fallen zu lassen, mit fragendem Blick, ob denn alles noch ganz richtig sei, dort oben.

Heute in der Selbstständigkeit müssen wir uns das nicht mehr fragen, ob das irgendein Chef ok oder seltsam findet. Wir tun es einfach. Aber da haben wir es. Anstatt es einfach zu tun, hängen wir in unserem alten Muster fest.

 

Einfach ist wahrlich nicht immer einfach!

 

Willkommen in der Selbstständigkeit. Und so heißt es auch hier: räume mit deinen alten Glaubenssätzen auf! Sätze wie: „Nur wer echt hart hustled, von 9 to 9 bekommt am Ende den Blumenpott!“ Yippieh, den Blumenpott! Denn mehr ist es am Ende nicht. Wenn du einmal tot bist steht sicher nicht auf deinem Grab: „Hier liegt Melanie Mustermann, sie gewann den Blumenpott für unerschütterliche Dienste für Firma XY. Wir sind ihr auf ewig zu Dank verpflichtet!“

Es ist ganz schön viel Verantwortung selbstbestimmt zu arbeiten. Da muss man auch ganz ehrlich sein. Du bestimmst jetzt die Regeln und das ist erstmal ganz schön komisch. Volle Verantwortung für Handeln und Tun. Und das heißt für mich auch ganz klar die Verantwortung für seine eigene Gesundheit zu haben. Gesundheit steht an erster Stelle. Und gerade weil wir im Angestelltenjob nicht einfach so Siesta machen können, weil wir gerade Kopfweh haben, sollten wir es doch in der frei gewählten Selbstständigkeit feiern und genießen DASS wir es tun können.

Es heißt ja nicht, dass wir nur noch schlafend in der Gegend rum hängen. Das ist ja die Selbstverantwortung. Das Maß zu finden, ein zielorientiertes und progressives Business zu führen. Am Ende kommt natürlich nichts von nichts. Das ist völlig klar! Schließlich haben wir uns ja nicht nur der Selbstbestimmung wegen für das eigene Business entschieden. Wir haben uns dafür entschieden, weil wir lieben was wir tun. Wir wollen etwas verändern, mit unserer Arbeit. Und für mich gehört es dazu, offen und ehrlich über solche Themen zu schreiben. Für angehende Selbstständige, für die, die schon länger dabei sind, für Kollegen aus der gleichen Branche und auch für meine Kunden. Ich bin ein ehrlicher und offener Mensch und genauso möchte ich kommunizieren. Das ist ist übrigens auch selbstbestimmtes Arbeiten 😉

Ich arbeite z.B. gerade wieder total gerne am späten Abend und auch mal nachts. Ich liebe die Ruhe in der Nacht und kann dann besonders fokussiert arbeiten. Aber ich möchte auch meinen Partner nicht vernachlässigen. So darf man auch hier selbstbestimmte Kompromisse finden.

Wie entscheidest also du dich? Welche Solopreneur möchtest du sein?

 

Foto by Simon Maag | Unsplash

Werbung

Recommended Posts

Leave a Comment